Aktionstag „Respekt“ an der Glockenbergschule

 

„Respekt“ ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es bedeutet Achtung, Höflichkeit, Fairness, Anerkennung, Autorität, Toleranz, Vorsicht und Prestige. Respektloses Verhalten dagegen kann mit den Begriffen Geringschätzung, Herablassung, Demütigung, Missachtung, Kränkung oder Misshandlung beschrieben werden. Respekt ist Grundlage eines fairen Zusammenlebens und der Demokratie.

 

Dieses große Thema „Respekt“ mit all seinen Facetten steht in der Glockenbergschule als Motto über diesem Schuljahr. Von der 1. bis zur 9. Klasse wird immer wieder zu und an diesem Thema gearbeitet. Bei einem Projekttag stand nun für die Klassen 5 bis 9 „Respekt“ im Mittelpunkt. An fünf Stationen wurde Respekt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ziel der ersten Station waren Respekt, Achtsamkeit und das Miteinander. Die Schüler bekamen durch Thorsten und Nathalie Engels von "Shaolin-Sonneberg-Weng-Chun-Kung-Fu" einen faszinierenden Einblick in Kampfkunst und Selbstverteidigung. Deutlich wurde der Respekt vor dem Partner schon durch Begrüßung und Dank am Ende zum Ausdruck gebracht. Einander achtsam begegnen ist der Schlüssel von Zusammenleben. „Du musst auf deinen Partner Acht geben und ihm eine Chance lassen“ ist die Grundlage von Kung Fu. Gut miteinander auskommen und ein Auge dafür bekommen was der andere braucht. Hier waren die Lehrerinnen Ann-Kathrin Luckner und Annerose Höhn beteiligt.

 

Ein Thema, mit dem jeder Schüler schon mal zu tun hatte, wurde in der nächsten Station behandelt: „Respektvoller Umgang in den sozialen Medien“ zeigten Sabine Nagel und Maria Lai. Die Schüler wurden durch einen kurzen Videoclip in eine Situation eingeführt, die viele vielleicht schon am eigenen Leib erfahren mussten. Beschimpfungen und Beleidigungen über WhatsApp, Facebook und Co. Für viele war es neu, dass auch diese Beleidigungen einen Straftatbestand darstellten und dies polizeilich verfolgt werden könne.

 

Einen eigenen Kurzfilm drehten Manuela Heinickel und Simone Ebner zusammen mit ihren Schülern über respektloses Verhalten zwischen Lehrern und Schülern in der Klasse. Der Film war Grundlage zur Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten, wie respektvoller Umgang auch bei Konflikten innerhalb der Klasse möglich sein kann.

 

„Was ist mir an der Glockenbergschule wichtig?“ – Schüler gestalten Vorfahrtsschilder mit Angaben dazu, welches respektvolle Verhalten sie sich bei uns wünschen. Dies war das Thema in der nächsten Station, die von Stefanie Hacker und Steffen Matuschek gestaltet wurde. Ein Musikvideo führte in das Thema ein. Danach suchten und fanden die Schüler Verhaltensweisen, die ihnen im Umgang miteinander in der Schule wichtig sind.

 

Auch der Respekt gegenüber Nahrungsmitteln war Gegenstand einer Station. Riechen, Fühlen, Sehen - diese drei Sinne sind bei der Erkennung von nicht mehr genießbaren Lebensmitteln wichtig, machte Birgid Meusel erlebbar. In Anbetracht von massenhaft weggeworfenen Lebensmitteln und auf der anderen Seite der vielen hungernden Menschen ist respektvoller Umgang mit Nahrungsmitteln unabdingbar.

 

In der Abschlussrunde wurden alle Ergebnisse nochmals zusammengetragen und vorgestellt. Respekt soll in Zukunft wie bisher ein Hauptwort in der Schule sein. Dass alle Schüler sich an die gemachten Erfahrungen und gegebenenTipps halten, bestätigten alle Schüler mit ihrem Fingerabdruck auf einem Plakat. Schon in den Pausen an diesem Tag zeigten sich die ersten Erfolge.